Eigene Familientafel 


Als ich mit der Suche nach meinen Vorfahren begann, machte ich mir sogleich Gedanken, wie ich meinen eigenen Stammbaum darstellen könnte, zumal mir die Begabung zur eigenhändigen graphischen Darstellung eines solchen Gebildes gänzlich fehlt. Zudem wollte ich nicht nur die männlichen Vorfahren darstellen, wie dies auf herkömmlichen Stammbäumen der Fall ist, sondern auch die Herkunft der Mütter aufführen. 


Bei der Suche nach einer solchen Darstellungsart entdeckte ich schliesslich die «Familientafel». Im Gegensatz zum Stammbaum befindet sich am Ausgangspunkt nicht der Stammvater, sondern die eigene Person bzw. die eigenen Kinder. Ab dort wird geteilt in Vater und Mutter. Vater wird geteilt in Grossvater und Grossmutter väterlicher seits, Mutter in Grossvater und Grossmutter mütterlicher seits, usw. 

So gelang es mir schlussendlich in meiner Familientafel 64 verschieden Familiengeschlechter und bis zu 12 Generationen darzustellen. 

Nicht nur die direkten Vorfahren wurden erwähnt, sondern auch deren Geschwister. 

Wo vorhanden, wurden Portraitbilder und in der Linie der Urgrosseltern die jeweiligen Familienwappen ergänzt.

Beinahe vollendet ist unsere Familientafel nun zu einer sehenswerten Präsentation gewachsen, welche mit unzähligen Informationen zur vergangenen Zeit bestückt ist. 

Eigener Stammbaum 


Nachdem ich meine Familientafel grösstenteils fertiggestellt hatte, begann ich auch noch mit der Erstellung eines Stammbaumes, jedoch nicht in der Form eines Baumes, sondern in der vereinfachten, üblichen Form von Kacheln. Meine direkte Linie war ja bereits auf der Familientafel aufgeführt. Nun galt es noch, die Nebenlinien zu vervollständigen.
 

Die Suche nach noch lebenden, weit entfernten Verwandten gestaltete sich als geduldige Detektivarbeit, da die Zivilstandämter mit diesen Daten sehr zurückhaltend umgehen. 

So gelang es mir, Verbindungen des Geschlechtes «Meier von Boswil» nach Kriens, Jona, Entfelden und Dulliken ausfindig zu machen.
 

Mit einigen dieser weit entfernten Verwandten habe ich mich mittlerweile getroffen. Durch die gemeinsamen Interessen und den freundlichen und offenherzigen Austausch entstanden interessante und unvergessliche Begegnungen. 

Darstellung der direkten Linie der Vorfahren mit Bildern als Quellenangabe 


Mit geringerem Aufwand und somit einfacher zu recherchieren ist lediglich die direkte Linie des Ursprungsgeschlechtes ohne deren Ehepartner. Einige Male habe ich bisher diese Darstellungsform für Bekannte gewählt. 

 

Es werden nur die Vorfahren jeweils väterlicherseits zurück bis zu Beginn der Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern verfolgt, was den Forschungsaufwand stark reduziert. Zusätzlich können jedoch in dieser Dossierform Bilder aus den bejahrten Büchern wie Tauf-, Ehe- und Familieneinträge abgebildet und transkribiert werden. 

 

Die Ergänzung der Bilder und somit der Datenherkunft steigert den Wert der Dokumentation und wird zudem für den Leser interessanter präsentiert. 

Stammbaumbuch der Ortsbürger von Boswil

(analog dem Stammbaumbuch von Sarmenstorf)

 

In den 1930er Jahren analysierte der gebürtige Sarmenstorfer geistliche Martin Baur aus dem Kloster Einsiedeln die Bürgergeschlechter von Sarmenstorf. Als Abschluss seiner Arbeit erstellte er ein umfassendes Stammbaumbuch aller ansässigen Bürgergeschlechter, in welchem sich die Linien der einzelnen Personen zu Ihren Vorfahren zurück bis 1640 verfolgen lassen. 

 

Sein Werk ist heute im Besitz der Kirchgemeinde und kann auf Anfrage besichtigt werden.

 

Die Erkenntnis des Nutzens dieses Buches für Ahnenforschende hat mich dazu gebracht, ein ähnliches Werk für die Bürger von Boswil zu erstellen, zumal ich ja durch meine bisherigen Nachforschungen bereits im Besitz der benötigten Rohdaten bin. 

 

Eine verständliche Darstellung in Buchform zu finden sowie die ergänzenden Recherchen bei der Bevölkerung werden jedoch noch einige Zeit bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen.